Nach Constanza

Am 2.Mai 18 ging es nach Maxin in die Dobrutscha hinein. Wir waren nach Constanza bestimmt. Da keine Lastkähne und Küstenfahrzeuge vorhanden waren, mußte der Harsch durch die Dobrutscha angetreten werden. Wir berührten Cernavoda ehe Maxin erreicht wurde. Maxin war zum Teil zerstört, hat eine sehr schöne Lage an der Donau.

Da es ein türkisches Dorf war, hatte es auch eine Moschee. Wir spielten hier 1 Std. Platzmusik vor einem bulgarischen Oberst und wurden reichlich mit Rotwein und Eiern bewirtet. Am 3.Mai 18 Marsch von Maxin nach Cerna. Es waren 24 km und trafen auf dem Weg durch das Dobrutschagebirge kein einziges Dorf. Es wurde früh 4 Uhr abmarschiert und kamen vorm. 1/2 12 Uhr in Cerna an. Von dort ging der Marsch früh 5 Uhr am 4.Mai 18 weiter nach Atnagea.

Es war dies ein deutsches Dorf. Der Empfang war herrlich. Alles sprach Deutsch. Wir kamen in die Schule zu liegen, wo alles deutsch eingerichtet war. Auf sämtlichen Märschen der Tage hatten wir Marschmusik zu spielen. Die fürchterliche Hitze erschwerte allen des Batl. bzw. des Regt. den Marsch und die wunden Füße gab dem Sanitätspersonal viel zu tun. Zum Empfang in Atnagea muß ich noch bemerken, daß wir das erste deutsche Militär waren, welches hier in Quartier lag. Abends von 1/2 8 bis 1/2 9 spielten wir vor der Kirche Platzmusik, vor allem deutsche Volkslieder. Beim Abmarsch wurden alle herzlich bedacht.

Es ging am 5.Mai 18 nach dem Dorf Ciucorova. Dort gab es Bürgerquartiere. Wir bekamen guten Milchkaffee und Eier. Doch war des bleibens auch nicht lange, denn am 6.Mai 18 marschierten wir nach Slava-Russa. Es war dies ein russisches Dorf und hatten ebenfalls Bürgerquartier. Doch am anderen Morgen, 7.Mai 18, ging es weiter nach dem Ciumur-lai-dechos. Ein bulgarisches Dorf. Quartier hübsch bei Einwohnern und lernten Sitten und Gebräuche kennen. Wir bekamen von den Leuten Mameliga und frisches Brot zu essen. Hatten die Zubereitung mit gesehen. Auch das Leben im Wirtshaus lernten wir kennen. War allerdings ein wüstes und lärmendes.

Am 8.Mai 18 nachm. 1.30 Uhr ging es weiter zur Bahnstation Prinzipele-Nicolai. Die Abfahrt erfolgte nachm. 1/2 6 Uhr und waren in Constanza morgens 2 Uhr. Wir marschierten im ganzen 131 km bis zur Bahn. Von der Ausladerampe bis ins Quartier marschierten wir 1 Std. und am 9.Mai 18 früh 4 Uhr waren wir untergebracht. Doch mußten wir bereits an demselben Tag abends von 6-7 Konzert spielen auf unserem Transportdampfer im Hafen.

Der Dampfer „General“ war 9500 Tonnen groß. Constanza liegt hoch über dem Meeresspiegel, die Ufer fallen steil zum Hafen ab. Lebensmittel gab es viel, doch sehr teuer. Ein Kilo Butter kostete z.B. 38 Lei. Waren 30.40 Mark. Wir blieben bis zum 11.Mai 18 in Constanza.

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Constanța

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Constanța 44.173333, 28.638333

1 Kommentar

  1. Ich bin 1933 in Ciucorova Geb,als Tochter Deutscher Aus wanderer . bin Begeistert den ich war noch ei kleines Mädchen als meine Eltern wieder zurück nach Deutsch land zogen.würde gerne mehr über das Land Erfahren.

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