Category Archives: Kindheit

1899 Konfirmation und Erinnerungen an die Großeltern

So kam Ostern 1899 heran. Ich wurde am Palmsonntag in der Moritz Kirche konfirmiert. Am 3. Osterfeiertag reiste ich dann ab von Halle nach Markneukirchen. Ich verließ das Elternhaus um im vorbezeichneten Ort das Musikinstrumentenbauerhandwerk bei meinem Großvater mütterlicherseits zu erlernen. Vorbei die Kinder und Schuljahre. Waren sie oft, oft hart und steinig, so waren die großen Ferien in den… (more…)

1898 Halle a. Saale

Meine Eltern hatten Verbindung aufgenommen in Halle a. Saale betr. Kaufes einer Gastwirtschaft. Der Kauf kam zustande. Ostern 1898 zogen meine Eltern nach Halle a.Saale. Aber es war ein Reinfall für meine Eltern. Es verkehrten dort Leute zweifelhaften Rufes. Es war dies das „Ritterschlößchen“, Ritterstraße im Centrum der Stadt. Kam ich aus der Schule nach Hause, mußte ich in der… (more…)

1897 Leipzig Eutritzsch

So kam Ostern 1897 heran und meine Eltern zogen von Oberlungwitz nach Leipzig-Eutritzsch, Delitzscher Straße. Meine Eltern mußten alle entbehrlichen Möbel in Oberlungwitz stehen lassen, da dieselben von meinem Vater wegen einer Schuldenlast verpfändet wurden an einen Gerber in Hohenstein-Ernstthal.

1896 Oberlungwitz

Noch im Frühjahr 1896 zogen meine Eltern von Hohenstein­Ernsttal nach Oberlungwitz in den Gasthof „Zum deutschen Kaiser“ dort eine Fleischerei betreibend. Aber es war auch hier kein Segen vorhanden, wechselten die Wohnung und mieteten bei einem Schlossermeister Fischer.

1895 Vater im Gefängnis

Doch auch ein anderes Ungemach kam über unsere Familie. Als Kind habe ich es nur nicht so verstanden und empfunden. In dem Schlacht- und Viehhof, in welchem mein Vater früher angestellt war, wurden geschlachtete Schweine gestohlen. Da man den Dieb nicht fand, fiel der Verdacht auf meinen Vater. Er wurde deshalb in Untersuchungshaft gebracht. Wie lange, weiß ich nicht mehr.… (more…)

1893 wieder in Hohenstein Ernstthal

So wechselten frohe und auch oft ernstere Streiche einander ab und 1893 kam ich wieder zu meinen Eltern nach Hohenstein-Ernstthal. Mein Vater hatte ein Hausgrundstück in der Lichtensteiner Straße gekauft. Mit den Nachbarskindern Rockstroh ging es im Sommer und Herbst Obst stehlen usw.

Schule in Markneukirchen 1891-1893

Hier (Hohenstein-Ernstthal) kam ich auch in die Schule. Mein Lehrer war sehr liebenswürdig, nur von der anderen Seite. Der prügelte die ganze Klasse, daß es nur so hagelte. Heinig hieß dieses Ekel von Schulmeister. Meine Eltern nahmen mich wieder aus der Schule heraus und brachten mich nach Markneukirchen zu meinen Großeltern, welche aber nicht mehr in der Egerstraße, sondern Breitestraße… (more…)