Category Archives: 1930-1949

1948

In kurzen Worten will ich nun weiters schildern. Bis 1948 ging eigentlich soweit alles gut vonstatten. Unser Schwiegersohn, Oberringer Hans, hatte, als er aus dem Krieg heimkam, im Dorf Wiesenena bei einem Bauern gearbeitet (bei Schkeuditz), da es doch nicht gleich Arbeit gab. Da fuhr ich wöchentlich 3 mal mit dem Fahrrad hin und holte Kartoffeln, Möhren, Kraut, Spinat usw.… (more…)

1943 – 1945

Der Krieg ging weiter und Deutschland wurde durch die feindliche Luftwaffe fast täglich angegriffen und Bomben geworfen. Jeder Angriff wurde schwerer. So kam auch das Jahr 1943 heran. Am 4.Dez. 1943 früh gegen 4 Uhr wurde auch Leipzig schwer heimgesucht.

Die Fahrt nach Paris

Und nun einige besondere Sachen. Auf der Fahrt nach Paris mußten wir doch über Hannover, dort umsteigen usw. Wir kamen nachts 12.30 Uhr in Hannover an. Und mitten im schönsten Fliegeralarm. Kaum war der Zug im Bahnhof, ertönte es durch die Lautsprecheranlage: „Schnellstens aussteigen, Fliegeralarm, Schutzräume aufsuchen.“ Der Schutzraum war aber der große Quergang unter den Gleisen, von dem die… (more…)

Helmuts Tod

So vergingen die Tage in Bangigkeit. In der Firma frug man nach ihm, denn Helmut war bei jedermann wegen seines ruhigen Wesens beliebt. Da traf uns am 24.Mai 41 abends gegen 1/2 9 Uhr die erschütternde Nachricht vom Tode Helmuts. Er war an seiner schweren Kopfverletzung in der Nacht von Freitag zu Sonnabend (23.-24.5.41) 0,10 Uhr verschieden.

Mai 1941, Paris

Nachdem wir uns in der Wache gemeldet hatten gab man einen Gefreiten mit welcher uns mittels Fahrstuhl nach dem 3ten Stock brachte. In der Anmeldung stellte man fest, daß Helmut im Einzelzimmer lag, Nr. 8. Zunächst legten wir im Schwesternzimmer unsere Sachen ab und durften uns erstmal mit Kaffee und Bisquitt stärken. Dann wurde uns der Oberarzt vorgestellt, Dr.Sorgo, ein… (more…)

Kriegshochzeit und Verwundung

Seine Braut verkehrte schon seit dem 15.Juni 1937 in unserer Familie. Sie hatte ein feines und aufrichtiges Wesen. So kam. der 7.Mai 1940, heran, an welchem Tag, einem Dienstag, sich Helmut seine Braut Gertrud, zur Frau heimholte. Sie wurden also Kriegsgetraut. Trauzeuge waren Gertruds Vater, Alexander Wüllner, und ich. Die Hochzeit war nur im allerengsten Familienkreis.

2. Weltkrieg

Ich habe mich nun so gut es ging durchgeschlagen auf meinem Beruf. Verdient habe ich, ehrlich gesagt, herzlich wenig. Doch konnte ich mich zu etwas anderem schwer entschließen. Im Jahr 1938 versuchte ich doch in einigen Betrieben Leipzigs Arbeit zu bekommen. Immer abschlägigen Bescheid. Ein Bekannter sagte mir da anfang Mai, daß in seiner Firma, ATG – Allgemeine Transportanlagen Gesellschaft,… (more…)