„Aus meinem Leben“

Dieses Blog erzählt die Lebensgeschichte meines Urgroßvaters, wie er sie zwischen 1935 und 1967 aufgeschrieben hat. Bernhard Zimmer wurde in einfachen Verhältnissen 1885 in Markneukirchen geboren. Im ersten Weltkrieg kam er als Militär-Musiker nach Belgien, Rumänien, bis zur Ukraine. Im zweiten Weltkrieg verlor er einen Sohn. In der DDR lebte er als Rentner und zählte die Tage an denen er seine Kinder im „Westen“ besuchen durfte.

Das Leben von Bernhard Zimmer ist kein besonderes. Es wird besonders durch seine Aufzeichnungen, weil wir auf diesem Weg an ihm teilhaben können. Die euphorisch beschriebenen Kindertage im Vogtland, die Hungerzeit in Leipzig, die akribisch aufgezählten Transport-Stops auf dem Weg nach Osteuropa, der 9.November 1918, der Kapp-Putsch, der Tod seines Sohnes Helmut, die Besuche in Köln und am Bodensee… Er berichtet mit einfachen Worten von einfachen Dingen und erzählt dabei ein knappes Jahrhundert deutsche Geschichte.

Tagebuch-Titel

Sein Tagebuch wurde irgendwann in der 90er Jahren von meiner Mutter, Brunhilde Schramm aus der Handschrift-Fassung mittels Schreibmaschine übertragen. Ich habe diese Aufzeichnungen nun gescannt und in digitalen Text convertiert.

Dieses Tagebuch als Blog zu präsentieren ist naheliegend. Denn so kann die Lebensgeschichte meines Urgroßvaters in gewisser Weise wieder lebendig werden – wenn die, die diesen Text hier im Netz finden, ihre Meinung dazu äußern oder irgendwie anders damit interagieren.

Lutz Schramm, Potsdam, März 2007

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